mantra der veganer 

 

ich wende mich dem lebendigen zu

welches sich mir freigiebig schenkt - ohne angst und furcht

welches sich pflücken lässt - ohne gegenwehr

welches blüht und grünt nur durch die wärmenden strahlen der sonne

und sich von erde und wasser ernährt

welches sich vermehrt indem es sich bereitwillig verschenkt

welches sich klaglos pflücken und verarbeiten lässt 

welches genügsam ist und doch so verschwenderisch

welches mich lockt und mir das wasser auf der zunge zusammen laufen lässt                                                                                                             mit seinen farben, seinen düften und seinen fruchtigen aromen

 

und mir nicht durch seinen blick - der nicht zu ignorieren ist

seine gestik - die nicht zu übersehen ist

seine laute - die nicht zu überhören sind 

sein schmerzempfinden - das nicht zu leugnen ist

seine lebensfreude - die mich schon so oft angesteckt hat

und seine bedürftigkeit - die mich vor ihm knien lässt... 

immer wieder sagen will:

 

ich gehöre zu euch - ich bin ein jemand, kein niemand..

ich möchte von euch beschützt werden und nicht gegessen.. 

 

©Iris Asiya Pasternack / März 2016

 

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